22.09.2001 - Es ist jetzt 5:52 Uhr und wir sind in Krk.
Die Reise war ganz gut und ohne Probleme. Obwohl ich
manchmal mit der Müdigkeit ringen musste sind wir heil,
hier direkt am Hafen von Krk, angekommen. Da die
Poseidon noch nicht da ist, haben wir es uns in den Autos
gemütlich gemacht. Wer hat eigentlich vorgeschlagen
schon so früh loszufahren? Gregor hat sich gerade in seinen,
bis minus 10 C, Schlafsack eingemummelt und gibt nur noch
Geräusche von sich die eher an ein Sägewerk erinnern lassen.
Der Arme ist ganz durchgefroren, er ist gestern erst aus Afrika
zurück gekommen. Die 25 Grad der Afrikanischen Nächte
werden wir hier aber nicht einmal am Tage erreichen. :(
Zur Zeit sind hier auch nur eiskalte 13 C. Die Hoffnung gebe
ich aber wie immer nicht auf.
Sie ist es, die bei mir zuletzt stirbt, wenn überhaupt.
Auf der Fahrt sind wir eine ganze Weile am Meer entlang
gefahren. Wunderschön haben sich die Lichter der Dörfer
und Städte in dem ruhigen Wasser gespiegelt. Die Fotos
sind leider nichts geworden aber das ist nicht so schlimm.
Der Himmel lieferte sich mit dem Meer einen Spiegelwettbewerb.
Obwohl die Farben im Meer etwas schöner scheinen
kommt es nicht gegen diesen Sternenhimmel an!
Wie gerne würde ich diese Zeilen da vorne, 50 Meter weiter,
am Strand tippen! Da ich aber etwas auf meine, sowieso
schon angeschlagene, Gesundheit aufpassen muss werde ich
vorerst hier im Auto bleiben. Aber langsam wird es heller und
das Meer schimmert schon bläulich herüber. So wie ich mich
kenne
werde ich meinen Schlafsack auspacken und zum Peer herunter
laufen. Wie schade wäre es wenn ich den Sonnenaufgang verpassen
würde. Ob die 800 Km sich gelohnt haben? Wir werden sehen,
und ihr lesen. Jetzt wird mit das Schnarchen aber zu laut.
Werde mal ans Peer schauen.
Ja ich sitze direkt auf der Strandpromenade. Die Lampen leuchten
noch diese schöne Strandpromenade aus und ganz da hinten sieht
man den roten Himmel über die Berge spitzen, ganz so als wollte
er mir Guten Morgen sagen. Ein Fischerboot fährt gerade in den
Hafen und der Leuchtturm blinkt nur noch mit rotem Licht.
Ich schliesse meine Augen und höre den Geräuschen zu.
Sie erzählen mir die Geschichte der Meere, jeden Morgen erzählen
sie diese Geschichte. Ob sie wohl jemand hört? Das Fischerboot
brachte etwas Unruhe in den Hafen. Die Möwen schreckten auf
und rufen, als wüßten sie das kein Hahn in der Nähe
ist, Guten
Morgen durch die Hafenlandschaft. Die Wellen lassen die anderen
Schiffe sich winden und wackeln. Ein Knarren und Quietschen
ist zu hören. Ab und zu, aber nur sehr selten, ist auch eine Glocke
wahrzunehmen. Es ist hier doch sehr frisch aber ich habe es mir in
meinem Schlafsack direkt am Wasser gemütlich gemacht.
Etwas verwundert schauen mich die Einheimischen schon an.
Da wagt der erste Skipper einen Blick aus seiner Kajüte.
Es ist nicht gerade ein schönes Segelboot und auch etwas kleiner
als das was ich mir so vorstelle aber er hat es jetzt schon. :)
An die 8 vielleicht auch 10 Meter wird es schon haben, das Boot
des grauhaarigen Mannes. Es sind zu meiner Verwunderung
nur eine Handvoll Segelboote hier, das meiste sind Motorboote,
Boote für faule Menschen. ;) Noch traut sich die Sonne nicht über
den Berg und schiebt mit Mühe die wenigen, etwas lang gezogenen,
Wolken bei Seite.
Während mich dieser rote Schimmer mit einer Art Freude erfüllt,
versuche ich mir auszumahlen wie lange ich meine Finger wohl
noch treffsicher führen kann. Ein schöner warmer Earl Grey
würde mir jetzt sehr gelegen kommen. Den heutigen Tag werde
ich bestimmt nicht zum Tauchen nutzen. Zu wenig Schlaf und zu
grosse Hemmungen vor der Kälte sind meine Befürworter.
Da hat es jemand eilig. Am anderen Ende heisst es Leinen los.
Es ist mittlerweile 6:55 Uhr. So langsam könnte wirklich eine
dieser Bars aufmachen. :) Holger war mittlerweile aufgewacht
und leistete mir Gesellschaft. Bevor er Ala aus dem Auto befreite
unterhielten wir uns über das Segeln und die schöne Gegend.
Die Sonne ist erwacht und hat mir noch mehr Freud gebracht!
Deutlich wirft sie ihre Strahlen,
als wollt sie damit prahlen,
quer durchs Sonnensystem,
wir werden es sehen,
und uns ihrer nicht verwehren.
Auch meine Hände wird sie wärmen,
oh gleich fange ich an zu schwärmen.
Jetzt gehe ich aber einen Kaffee trinken.
Mittlerweile ist es 16:47 Uhr und wir haben unsere Kabinen
bezogen und auch schon alle Formalitäten erledigt.
Es ist zwar leicht bewölkt aber die Sonne findet ihren Weg
und dass sogar mit einer nicht erwarteten Energie.
Wir haben den Hafen verlassen und sind zu einem kleinen
Riff gefahren. Dort tauchen einige der anderen Gäste.
Wir sind an Bord 20 Taucher, Tobi, er veranstaltet diese
Reise und die Crew. Von uns Vieren taucht keiner. Ich bin
viel zu müde. Habe seit gestern 9 Uhr nicht mehr geschlafen.
Aber ich werde mich nachher noch kurz hinlegen und versuchen
zu schlafen. Hoffentlich klappt es diesmal. Heute Mittag versuchte
ich, halb nackt, auf der Kai Mauer zu schlafen, das hat aber nicht
so funktioniert. Das Schiff schaukelt leicht in den Wellen als ich
meinen Earl Grey trinke.
Was für ein Glück werdet ihr bestimmt sagen.
Was für ein Glück, daß die auf dem Boot einen Earl Grey
haben.
Aber eins habe ich in meinem Leben gelernt, verlasse dich nie auf
andere. :) Natürlich habe ich meinen Earl Grey selbst mitgebracht.
Den braunen Kandis auch. :)) Dafür habe ich mit dem Junior Chef,
Kicki, ausgemacht daß ich nur die Hälfte zahle. Leider lädt
mein
Akku vom Foto gerade, hier sind so schöne Inseln. Überall
wo
ich hinschaue nur kleine Inseln.
Ach ja. So schön.
Heute Abend legen wir wieder in Krk an.
Erst morgen fahren wir gen Süden. Wir wollen sehr weit in den
Süden vordringen. Es heisst sogar dass wir für einen gesperrten
Bereich eine Tauchgenehmigung bekommen. :)) Natur pur!
Nicht heute Abend, da wird gefeiert! :) Habe mir vorhin in
der Stadt eine Flasche Vino gekauft, bin schon ganz gespannt.
Es war ein schöner Tag, ein sehr schöner Anfang eines
vielversprechenden Urlaubs. Wenn wir nachher zurück zum Hafen
fahren werde ich ein paar Bilder rauf laden. Jetzt schaue ich mal
nach meinem Akku und werde noch ein paar Bilder machen.
Die Bilder habe ich wie ihr sehen könnt rauf geladen.
Nach einem kurzen Nickerchen gesellte ich mich zu den anderen.
Es war mittlerweile schon Abend. Wir feierten und tranken guten
Wein. Kurz vor Mitternacht machte ich einen Spaziergang durch
die kleinen Gassen der Hafenstadt. Wunderschön!
Die lokale Disco mit den ganzen hübschen Mädels interessierte
mich überhaupt nicht. Erstens wusste ich, daß ich bei guter
Musik
nicht stillhalten kann und ich wollte mein Knie schonen.
Zweitens wollte ich ausschlafen. Unglaubliche zwanzig Grad
hatte es noch. So gegen 1 Uhr bin ich ins Bett gefallen und obwohl
Gregor, im Etagenbett unter mir, einen ganzen Regenwald abholzte
schlief ich sofort ein.