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Wunderschön dieses Aufschäumen. Es
war zwar laut aber so schön. Ein leichtes Knallen ging durch den
Raum als ich den Korken mit etwas Schwung entfernte. Wie lange hatte
ich keinen Frizzante mehr getrunken! Nun aber war es wieder an der Zeit,
ich hatte meine Muse wieder, meine Muse zum schreiben. Wenn auch der
Anlaß nicht erfreulich war. Aber, meine lieben Leser, lassen Sie
mich von Anfang an beginnen. Nein, nicht ganz von Anfang, da war ich
noch sehr Jung, zu Jung, ich könnte es nicht getreu wiedergeben.
Aber lassen sie mich irgendwann anfangen.
Durch einen Freund, und mit ihm, entdeckte ich
das Schreiben. Es war eine einfache Möglichkeit mein Erlebtes zu
verarbeiten. Nicht das ich Probleme hätte meine Gedanken zu ordnen,
aber ich hatte mir in den vielen Jahren angewöhnt alles sehr genau
zu betrachten. Aber genau dieses wurde mir ab und zu zum Verhängnis.
So auch hier. Gerade als ich meine dritte erotische Geschichte zu Papier
gebracht hatte lernte ich sie kennen. Also eigentlich kannte wir uns
schon länger, aber was bedeutet schon das Wort kennen. Wir sahen
und grüßten uns. An mehr hatte ich auch kein Interesse. So
schien es Anfangs. Als es jedoch dunkel wurde und man nichts mehr sehen
konnte geschah es. Lassen sie mich vorher jedoch noch schnell ein Wort
über das Leben verlieren. Da ich nicht an so etwas wie Vorbestimmung
glaube, vielleicht weil mir der Gedanke nicht gefällt nur vorbestimmten
Bahnen zu folgen, behaupte ich es war ein Zufall. Also entweder war
es mir Bestimmt oder es war dieser Zufall. Noch einmal, Zufall oder
Vorbestimmung?
Was ist eine Vorbestimmung? Wenn uns den ein
Weg vorgegeben ist dann entscheiden wir nach dem was unvermeidlich ist.
Grausam, alleine der Gedanke daran, das ich willenlos bin. Zufall, die
einfache Art von Zufall ist eine willkürliche Entscheidung. Eine
komplizierte Art von Zufall, ist vielleicht eine Verkettung von unglücklichen
oder auch glücklichen Umständen, die vorher nicht abzusehen
waren und meist durch eine Entscheidung ausgelöst wurden. Nun meine
berechtigte Frage wo ist da der Unterschied? Im Grunde war es immer
eine Entscheidung. Eine Entscheidung fängt aber mit der Willenskraft
an. Wenn Sie schon verstanden habe worauf ich hinaus will seinen Sie
froh, lachen Sie, freuen Sie sich, nehmen sie einen Block und einen
Stift, beginnen Sie zu schreiben. Die Menschheit braucht Sie. Wenn Sie
nicht den festen, ganz tiefen, alles bestimmenden Willen haben etwas
zu entscheiden dann lesen Sie weiter. Aber Vorsicht ich werde kein Rezept
liefern, eher nur zum nachdenken anregen, vielleicht werden Ihnen einige
Dinge durch den Kopf gehen und Sie werden verstehen, verstehen zu entscheiden,
nur für sich zu entscheiden.
Es beginnt, wie alles, bei A und hört bei
Z auf. A, wie Anfang. Z, wie Ziel. Was kann man darunter verstehen?
Vielleicht ist unser Leben ja wie eine Fahrt auf einem Schiff? Wir beginnen
alle mit der Geburt, sozusagen am Anfang, am Heimathafen. Irgendwann
beginnt es, das Leben, das Schiff fährt los. Versuchen Sie mal
nach zwei Tagen wieder zum Hafen zurückzukehren. Wenn Sie nicht
gerade das ganze Schiff kapern wird es Ihnen nicht gelingen. Was Sie
jedoch machen können, Sie können sich auf diesem Schiff bewegen.
Sie können springen, tanzen, liegen, Unsinn machen, einfach alles
wozu Sie Lust haben. Glauben Sie mir, niemand wird diese Reise mit den
gleichen Augen, den gleichen Empfindungen und Erfahrungen erleben. Auch
wenn er oder sie Ihnen alles exakt nachmacht! Es bleibt Ihnen eine mehr
oder weniger lange Zeit sich zu beschäftigen, sich zu entwickeln.
Nutzen Sie die Zeit, egal wie lange sie währt. Den wenn der Zielhafen
vor Ihnen liegt bringt alle Hektik nichts mehr, es ist vertan, das Leben
vorbei. Was Sie bis dahin noch nicht gefunden haben wird Ihnen nicht
mehr begegnen.
Was passiert wenn Sie den Zielhafen erreicht
haben, das Leben sich zur Ruhe legt, kann ich Ihnen nicht beantworten.
Vielleicht wartet wieder ein Schiff auf Sie, vielleicht ist es ein Flugzeug
oder eine Wolke. Ich denke diesen Gedanken sollte jeder für sich
ausmahlen. Für die einen ist es ein neuer Anfang für die anderen
die ewige, lang ersehnte, Ruhe. Was wir also nicht beeinflussen können,
und auch sollten, ist der Anfang und das Ende. Nur was ist mit dem dazwischen?
Stellen Sie sich vor der Zielhafen liegt vor
Ihnen, es sind nur noch wenige Meter, Sie, schon von der langen Reise
geschwächt, stehen an der Reling. "Hallo mein Freund",
spricht Sie von der Seite jemand an. "Schön die Aussicht hier,
fast so schön wie vom Oberdeck". "Oberdeck", antworten
Sie, "ich war noch nicht auf dem Oberdeck, es war mir zu gefährlich,
diese steile Treppe und dann diese Feuchtigkeit, was wenn ich ausgerutscht
wäre?" Der Fremde versteht Sie nicht, "wie konnten Sie
sich das wunderschöne Panorama entgehen lassen?" Doch nun
ist es zu spät, weder Kraft noch Zeit ist jetzt noch übrig.
Zum Glück haben Sie nicht mehr viel Zeit sich Vorwürfe zu
machen! Hätten Sie doch nur über den eigenen Schatten springen,
die eigene Angst überwinden können. Was hatten Sie die ganze
Reise getan? Was war der Sinn dieser Reise gewesen, essen und schlafen
etwa?
Mir läuft es kalt den Rücken herunter,
wenn ich an so eine Vergeudung denke! Auch auf diesem kleinen Schiff
gibt es so viel zu entdecken! Und was wäre gewesen wenn Sie noch
mehr Mut gehabt hätten, was wäre gewesen wenn Sie sich ein
Rettungsboot geschnappt hätten und einfach zur nächsten Insel
gerudert wären? Vielleicht wäre dort ein Zielhafen, ein unbekanntes
Ende gewesen. Vielleicht wäre dort aber auch der schönste
Strand der Welt gewesen, nur für Sie. Wer kann das schon wissen.
Jetzt auf jeden Fall niemand mehr. Aber eines ist gewiß, Sie haben
die Insel nicht gesehen! Es wurde nicht einmal probiert. Immer still
dem Zielhafen entgegen, nur nicht auffallen, was könnten den die
Leute denken? Ich sage es Ihnen! Sie denken nichts! Nichts, weil wenn
die Leute denken würden, ich meine das Nachdenken, etwas tiefer
in sich hinein schauen, dann wären sie nicht an Bord geblieben!
Es ist leicht sich auf dem Schiff einfach treiben
zu lassen, man läßt jemanden lenken, das Abendprogramm bestimmen,
alles einfach konsumieren, oberflächlich aufnehmen. Es ist aber
schwer seine Träume und Ziele wahr zu machen, zu genießen,
ja, einfach zu leben! Oft ist aber der steinige Weg der bessere, den
er wird nicht so ausgetrampelt sein, nicht so abgenutzt, mißbraucht.
Abseits der leichten Wege werden Sie vielleicht Sachen finden die Sie
schon immer sehen und erreichen wollten. Dort kann man noch Dinge finden
die unserer Gesellschaft schon lange Fremd sind. Aber jeder muß für
sich entscheiden was er sucht und finden möchte. Merken Sie etwas?
Da war es schon wieder! ENTSCHEIDEN! Das Wort entscheiden hat ganz eng
etwas mit dem Wort Mut zu tun. Den wo ein Wille ist, ist auch ein Weg.
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Jetzt bin ich aber vom perfekten Tausch etwas
abgewichen. Also gerade als ich meine dritte erotische Geschichte zu
Papier gebracht hatte lernte ich sie kennen. Wir lernten uns durch eine
Freundin näher kennen. Diese hatte ich beim Skifahren kennengelernt.
Auch sie war ein besonderer Mensch, selten kommt man in den Genuß
Leute kennen zu lernen die so eine Aura haben. Nun hatte ich gleich
zwei kennengelernt, nur daß die eine diese Aura tief in sich birgt
und nur selten frei zu geben scheint. Diese Aura, war sie doch so versteckt,
gab zuweilen ihr dasein in so heftigen Zügen Preis, daß ein Übersehen,
beim besten Willen, nicht möglich war. Nur war es dieses Gesellschaftsdenken,
es unterdrückte diese positive Energie, das ein Ausleben nicht
ermöglichte! Nur ein Katalysator, eher eine Initialzündung
vermochte diese Energie zu entfachen. Was aber dann folgte war eine
Kettenreaktion der Gedanken und Gefühle.
Damit sie mich verstehen, was einigen doch sehr
schwer fallen dürfte, ich kam in den Genus der Initiator zu sein.
Ein Initiator für die Flamme der Träume, Träume einer
jungen Frau, einer Frau die an alles glaubte nur nicht an ihre Ziele.
Wie jedes Feuer brauchte auch dieses einen Brennstoff. Doch ich gab
ihn gern. Auch auf die Gefahr hin meine Energie zu verbrauchen wollte
ich ihr helfen, doch sie mußte diesen Brennstoff alleine aufnehmen,
und sie tat es. Das Feuer brannte, eine halbe Woche brannte es ganz
stark, so stark daß ich es kaum schaffte den Brennstoff rechtzeitig
zu liefern. Überwältigt von diesem Erfolg sollte ich aber
auch etwas wiederfinden. Es war ein Gefühl das mir fremd war, es
war mir so fremd das ich damit nicht umgehen konnte, aber es war mir
wiederum so vertraut daß ich es so herbeisehnte wie noch kein Gefühl
zuvor. Es war die Mischung aus der Erschöpfung und dem Verlangen
nach verloren Geglaubten die mich meiner Sinne beraubte.
Ich hatte die Liebe wiedergefunden. An dieser
Stelle muß ich darauf hinweisen, daß wenn ich von "der Liebe"
spreche ich nicht eine plumpe Befriedigung von sexuellen Begierden meine,
ich meine dieses besondere Gefühl das man für jemanden empfinden
kann. Wer es nicht versteht dem sei gesagt das ich es auch erst zwei
mal in meinem Leben erleben durfte. Das erste mal, es ist schon lange
her, kann ich nicht mehr beschreiben und das zweite mal möchte
ich nicht näher beschreiben. Zu frisch sind die Empfindungen. Nicht
daß ich mich meiner Gefühle schämen würde, auf keinen
Fall, aber es ist etwas persönliches zwischen zwei Personen und
sollte diesen vorbehalten sein! Nach jahrelangen, verzweifelten, suchen
fand ich die Liebe. Es war nicht das Suchen, nein, es war nach dem ich
die Hoffnung bereits aufgegeben hatte und meine Augen verschloß.
Erst als ich lernte ohne Augen zu sehen wurde ich fündig.
Sie werden sich vielleicht fragen was nun das
Problem an dem Ganzen ist. Nun ein Gefühl ist etwas Persönliches,
jeder hat ein oder mehrere eigene Gefühle. Es ist wie mit der Reise,
es kann kein Ziel ohne Anfang geben. Ein Anfang ohne Ziel macht auch
nicht sehr viel Sinn. Gibt es für unsere Gefühle niemanden
der diese erwidert verhallen sie ungehört im Universum. Aber auch
diese Erfahrung ist sehr wichtig für unsere Entwicklung. Wie hatte
man mich einmal bezeichnet? Optimist! Damals lächelte ich über
diese Aussage, heute behaupte ich es ist nicht richtig! Wenn es den
eine Schublade gibt in die ich passe, so kann man auf ihr "Optimistischer
Realist" lesen. Alles hat seinen Platz im Universum, alles hat
seinen Sinn. Wenn es mir schon verwehrt bleibt diese Frau zu Erleben,
als Partner zu erleben, so soll ich doch einiges an Erfahrung mitnehmen.
Mein Vorteil an meinem Leben ist ganz einfach
erklärt, ich bestimme es selber, für mich gibt es keine Niederlagen
oder Fehler, es sind Erfahrungen. Einige Menschen sind in der Lage Erfahrungen
zu erfahren anderen wird es auf immer verwehrt bleiben. Schade um diese
nicht ausgenutzten Leben. Nicht daß diese Personen kein schönes
Leben führen, es hängt immer wieder an diesem einen Wort,
Entscheidung. Wenn sich jemand für ein an die Gesellschaft angepaßtes
Leben entscheidet so sei es ihm gegönnt. Für diese Leute wird
diese Geschichte ein Zeitvertreib gewesen sein. Ich danke allen die
sich allerdings Gedanken über meine Gedanke machen und evtl. morgen
mit einem Lächeln aufwachen. Diese Leute haben mehr zu erwarten,
es sind die Wellenreiter. Schon vor vielen Jahren entschied ich mich
nicht "nur" mit dem Strom zu schwimmen. Auch wenn dieser Weg
nicht leicht war, war es eine gute Entscheidung! Es war die Beste die
ich jemals getroffen habe. Nun kann ich stolz auf mein Leben zurückblicken
und behaupten daß ich zufrieden bin.
Wenig Leute glauben mir wenn ich sage, ich würde
mein Leben wieder genau so leben wenn ich die Chance hätte neu
anzufangen. Alle Erfahrungen würde ich genauso machen. Mit all
den Schmerzen mich plagen, all die steinigen Wege gehen, all die Hügel
erklimmen und immer meine Träume vor Augen. Meine Träume sind
meine Ziele, nicht anders herum. Ich verlor meine Liebe die ich gerade
erst gefunden hatte. Doch fand ich die Hoffnung, die Hoffnung an die
Liebe. Der Preis dafür war ein Feuer, es entfacht zu sehen war
eine große Freude. Es erinnert mich an den olympischen Gedanken, aber
nur wenn man ihn richtig ausspricht. Dabei sein ist alles, nicht aber,
nur dabei sein ist alles. Alles ist unsere Entscheidung!
Ich entschied mich für ein Feuer, ein fremdes
Feuer. Möge es noch eine Ewigkeit lodern. Auch wenn es manchmal
mehr und manchmal weniger brennen mag, es wird nie ausgehen. Und ich
werde dieses Feuer wieder sehen, dessen bin ich mir sicher. Wann, wo
oder wie kann ich nicht sagen. Vielleicht wird es mir eines Tages den
Weg leuchten, den Weg durch die unendlichen Meere, vielleicht aber auch
durch ganz andere Regionen, auf anderen Fahrten. Dieses war die Geschichte
vom fast perfekten Tausch. Die Hoffnung an das unsterbliche gegen ein
unsterbliches Feuer. Schließen Sie bitte die Augen und fragen sich
selber, bin ich die Treppe gestiegen? Habe ich es gewagt abzubiegen,
den steinigen Weg zu gehen? Ich hoffe für Sie.
Viel Erfolg!
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