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Bon Jour

Demnächst werdet ihr meine Seiten nur noch in Französisch lesen können! Es zieht mich mal wieder nach Frankreich. Diesmal auch über das Wochenende. Leider gerade an dem Wochenende, an dem in Berlin 500000 willige Mädels herumspringen. Was für ein Pech. Ingo und Dutchi vertreten mich aber würdig, dessen bin ich mir sicher.

Am Mittwoch war es wieder so weit. 4 Uhr aufstehen und zum Flughafen fahren. Das Timing war hervorragend. Ein paar Baustellen sollten meine Anreise zu einer wahren Freude machen. Laut Air France Fuzzi sollte ich spätestens um 5:45 Uhr am Düsseldorfer Flughafen einchecken. Allerdings zeigte die Sixt Uhr bereits 5:50 Uhr als ich in die Tiefgarage zur Autorückgabe fuhr. Aber wie sagte schon Großmeister KungFu Eile mit Weile. So ein Depp, damals gab es bestimmt noch keine Checkin Schalter! Nach dem ich keinen freien Sixt Parkplatz finden konnte stellte ich den Wagen irgendwo ab. Auf einmal kam so ein kleiner Mann mit einem Sixt Tattoo auf der Brust und erzählte etwas von "hier nicht". In Amerika wäre der Typ schon längst verhungert. Da war es wieder. Kundenservice, mein Lieblingswort. Auf einmal ging es. Er füllte alles aus und parkte den Wagen auch noch richtig. Leider inkl. Tabak und Hülsen. Die wollte ich Andreas mitbringen. Am Schalter angekommen buchte mich Britisch Airways sofort ein. Ohne Wartezeit! Mit meinem E-Ticket bewaffnet, so etwas gibt es bei Air France auch schon, machte ich mich auf den Weg zum Flugzeug. Da passierte es schon wieder. Ohne Wartezeit kam ich durch und es konnte losgehen. In Frankreich angekommen besorgte ich mir erstmal einen Leihwagen. Nur nicht Europcar! Es hatte mit dem alt bekanntem Thema zu tun, Kundenservice. Das spielte aber auch keine Rolle denn alle Kleinwagen waren schon verliehen. Besser als laufen ist aber fahren und so buchte ich ein Peugeot 406. Das ist ein halber Flugzeugträger und sehr praktisch im Stadtverkehr. Diesen Wagen tauschte ich am nächsten Tag gegen einen kleinen Seitenstraßenflitzer. Wie immer konnte ich meine Finger nicht vom Abzug fern halten als ich diesen schönen Sonnenuntergang sah.

Die letzten Wochen waren so anstrengend gewesen und da kamen wir am Freitag auf die Idee ans Meer zu fahren. Von Lyon sind es nämlich nur 300 Km. Kurz vor Acht hörten wir am Freitag auf zu arbeiten und kauften schnell ein paar Sandalen und Shorts ein. Dann ging es ab in den Süden, immer die Route du Soleile entlang. Nach einer erholsamen Nacht und einem angenehmen Frühstück im Freien, gleich neben dem Pool,

machten wir uns auf zum Strand. Die dreißig Minuten Fahrzeit hatten sich gelohnt. Ein richtiger Touristrand erwartete uns. Auch die Tourifalle, überteuerte Läden, schnappte zu. Andreas sorgte für ein waschechtes Trucker Outfit.

Bei mir war es eine neue Sonnenbrille und natürlich der obligatorische Partyhut.

Es war einfach Traumhaft. Ein blauer Himmel und warmer Wind sorgte für richtige Urlaubslust.

Ohne lang zu zögern warf ich mich in die Wellen und schwamm eine Runde. So gegen drei Uhr, als der Instinkt jagen hoch kam, fuhren wir zum kleinen Nachbarhafen und suchten nach Eßbarem.

Die Gegend war sehr schön anzuschauen, überall waren Blumen und Palmen.

In einer kleinen Bar wurden wir schließlich fündig und ließen uns nieder.

Nach einem guten Mittagessen und einem fast guten Rose spazierten wir noch ein bißchen in der Gegend umher. Diese Bilder zeige ich Kommentarlos.



Schon beim Baden bemerkten wir ein Löschflugzeug und einen Löschhubschrauber. Also wir ins Hotel zurück kamen sahen wir auch warum.

Der kleine Punkt in dem Rauch ist ein Hubschrauber der gerade ein paar Liter abläßt. Diese Aufnahme machte ich aus dem Hotelzimmer. Am Abend fuhren wir nach Toulon. Toulon liegt nicht weit von Marseille entfernt und ist nicht gerade klein. Allerdings ist die Fußgängerzone dort eher ausgestorben.


Eine beeindruckende Entdeckung habe wir gemacht. Dort ragt ein Schiff aus einem Haus. Das ganze sieht so echt aus, daß es so wie ich, jeder anfaßt. Das ganze ist aus Beton sieht aber wie echtes Holz aus. Sogar die Struktur der Planken ist deutlich sichtbar.

Wie bei einer Hafenstadt üblich, konzentriert sich alles am Hafen. Da war er wieder, der Sonnenuntergang.


Wir tranken eine Kleinigkeit in einer der vielen Bars.

Eine schöner wie die andere aber alle hatten etwas gemeinsam. Alle hatten diese wunderbare Aussicht auf das Meer.

An diesem Morgen frühstückten wir nicht draußen. Böse Wolken zogen schon früh auf. Alternativ beschlossen wir Marseille anzuschauen. Also ab ins Auto und die Küstenstraße Richtung Marseille runter. Ab und an machten wir halt und genossen den Ausblick.

Oder schauten paar Wellenreitern zu.

Bis es in die Berge ging. Auch hier war der Blick einzigartig, wenn auch durch Wolken getrübt.

 Recht schnell erreichten wir Marseille. Wie erwartet weinten sich die Wolken aus. Bilder gibt es keine da es mir zu feucht war. Wir suchten schnell Unterschlupf in einem Kaffe mit Hafenblick. Leider gab es dort keinen Earl Grey. Anschließend führte uns der Weg immer weiter Richtung Heimat und wir hielten nur noch in Valence um dort Essen zu fassen und die Innenstadt zu erkunden.

Nach einer Pizza und hochprozentigem Orangensaft wagten wir uns an das letzte Stück. In Chasse angekommen verabschiedete ich mich von Andreas und fuhr zum Flughafen.

Das Flugzeug ist nicht gerade ausgebucht. Genau genommen repräsentiere ich 10 Prozent der Fluggäste. Auf dem Heimflug gibt es immer ein Fläschchen Wein und diverses, nicht identifizierbares, Kleinzeugs. Da Gefahr besteht auf Froschschenkel zu beißen belasse ich es bei dem Wein. Der komische Mann hinter mir bestimmt auch. Er macht gerade Gymnastik Übungen vor dem Klo. Hoffentlich leidet er nicht an Verstopfung. Wahrscheinlich hat er nur im Flugmagazin gelesen daß es gut sei sich ab und an zu bewegen. Die haben vergessen dazu zu schreiben daß Fluggymnastik bei Flügen von einer Stunde nicht viel bringt. Er sollte lieber mal zu Fuß zum Einkaufen gehen. Da sich der Flug und mein Wein dem Ende entgegen neigt beende ich diesen Bericht lieber. Hoffentlich brauche ich in Düsseldorf keine Regenjacke!