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Es war bereits 15.35 Uhr, der Checkin für meinen Flug nach Nürnberg lief bereits und die Gäste fragten uns immer noch Löcher in den Bauch. Ne ne, verpassen durfte ich den Flug auf keinen Fall. Wenn ich etwas verspreche halte ich es auch. Katja hatte ich versprochen daß ich da sein werde. Mit Andreas verließ ich die Präsentation um schnell mal zum Flughafen Köln/Bonn zu fahren. Am Flughafen konnte ich von einem, in Deutschland zur Seltenheit gewordenem, Angebot profitieren. Kundenservice. Nicht einmal Personal war direkt nötig um meine Wünsche zu befriedigen. Ein Automat verlangte nach meiner Kreditkarte und spuckte innerhalb weniger Sekunden meine Bordkarte aus. Noch eine halbe Stunde blieb mir und so konnte ich mich etwas beruhigen. Der gute Service ging an Bord gleich weiter. Diesmal war es allerdings eine hübsche Dame die mich mit Getränken und kleinen Snacks versorgte. Mit etwas Rückenwind war ich 50 Minuten später in Nürnberg. Von dort aus ging es in die U-Bahn Richtung Hauptbahnhof und von dort zur Messe. Diese Zeit, ohne Anbindung an die Außenwelt, nutzte ich um ein paar Bewerbungen durchzulesen. Super pünktlich betrat ich um 17:05 Uhr die Messehalle in der Katja bereits wartete. Daß ich sie unter den vielen Menschen gleich gefunden habe lag nicht etwa am Glück. Viel mehr daran daß sie jedem sofort auffiel in ihrem super engen und fast durchsichtigen Kleid. Es gab nur wenigen Stellen die das grobmaschige Kleid zu verdecken versuchte.

Nach dem wir erst einmal einen Mut-Prosecco getrunken hatten lief alles wie geschmiert. In dem großen Saal waren überall Kameras und wichtige Leute mit Kopfhörern.

Katja hatte mir einen Sitz ganz vorne besorgt. In der zweiten Reihe saß ich direkt hinter Katja und zwischen den Preisträgern die alle schon sichtlich nervös waren. Zu Begin wurde das Regional TV auf Astra geschaltet.

Endlich war es soweit, der Hauptpreis 2002 im Bereich Kultur wurde vergeben. Katja machte sich mit großen Schritten auf zu Markus Othmer der diese Veranstaltung moderierte.

Das Kleid war auch Markus sofort aufgefallen. Erst etwas sprachlos, stammelte er später irgendwas von zwei zu null. Ob er das Fußballspiel vor ein paar Stunden meinte oder eher zwei andere Sachen werden wir wohl nie erfahren. Strahlend vor Freude lief Katja von der Bühne. Als kleine Aufheiterung trat SAMAJONA auf,

die vier Mädels bekamen auch einen Preis. Nach viel Blabla war die Verleihung vorbei und es folgten noch diverse Interviews.



Ein Shuttle brachte uns dann vom Messegelände zur Nürnberger Kaiserburg. Es war ein neuer Bus mit eingebautem Fernseher. Allerdings hätten die Konstrukteure jemanden fragen sollen der sich damit auskennt. Mit einem Mal war da oben ein Bluescreen und es folgte ein Neustart. Für die Techis unter euch, das Ding läuft mit Windows 2000 Professional.

An der Burg angekommen mischten wir uns erst einmal auffällig unter das Volk. Wenn man auch nicht unbedingt von Volk reden konnte.

Dort war alles vertreten was in der Bayerischen Medien Branche einen Namen hat. Katja machte sich etwas frisch und ich lernte erst die Garderoben Damen kennen und später den Folklore und Trachten Verein Nürnberg. Irgendwann kam sie wieder aus der Toilette und wir probierten alles durch. Der Rotwein war gerade noch brauchbar,

die riesigen Bratwürste allerdings vorzüglich.

Natürlich gab es auch Neider unter ihnen.

Da wir aber vom Star Trek Team beschützt wurden konnte uns nichts passieren.

Eine E(i)skorte brachte uns in einen Saal, dort war total blödsinniges Eisfressen angesagt. Zumindest für die Katja, ihres Zeichens Eisextremistin.

Während sich Katja etwas frisch machte lernte ich die SAMAJONA Mädels etwas näher kennen.

Da es bereits dunkel war und das Mach schon auf uns wartete machten wir uns auf den Weg durch die Innenstadt. Vorher machte Katja noch Bekanntschaft mit einem Staatlich geprüften Fackelhalter. Der gute Mann wollte ihr um nichts auf der Welt die Fackel geben und behauptete er hätte eine besondere Ausbildung genossen um diese zu tragen. Er hat wohl eher an einer ABM teilgenommen und als er nicht vermittelt werden konnte durfte er Fackeln halten. Aber nichts für ungut. Früher waren es sehr angesehene Berufe. Das Dumme daran war aber daß man zusammen mit dem Pharao begraben wurde, lebte zuvor aber wie ein Eunuch.

Im Mach besorgten wir uns erst mal ein paar Proseccos. Endlich mal ein Mach Abend an dem keine Spako’s herumstehen und blöd glotzen. Katja schloß neue, für die Berufliche Zukunft interessante, Bekanntschaften. Auch ich lernte ein paar Leute kennen als Katja mit Herrn Prof. Dr. Ring das Tanzbein schwang.

Da war Björn, ein Schwede der in der Telekommunikationsbranche tätig ist und überwiegend mit kostenpflichtigen Nummern zu tun hat. Wenn ihr mich also in Zukunft nur noch über eine 0190 erreicht ist er schuld. Da war auch noch Frau X. Leider habe ich ihren Namen schon wieder vergessen. Aber wir haben uns sehr gut unterhalten bis Katja kam. Dann war sie weg. Wenn Du das gerade ließt und Dich angesprochen fühlst melde Dich doch mal. Vielleicht hast Du ja noch Lust in meiner Gastrubrik etwas zu schreiben. Der Abend war noch sehr unterhaltsam und auch recht sportlich. Als wir dann die Tanzfläche unter unserer Kontrolle hatten war der Abend aber auch schon wieder vorbei und der Morgen begrüßte uns vor der Tür. Ein Taxi brachte uns zu Chris, dort fielen wir auch gleich tot ins Bett. Nach einer kleinen Runde Augenschließen war dann auch dieser angenehme Teil vorbei und die Arbeit rief.