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Bilder vom 29. März

 

29. März

Nach einer ruhsamen Nacht ging es weiter nach Astorga. Es waren zwar nur 16 Km, die hatten es aber in sich. Die reinste Berg und Tal Bahn. Hier gab es mehrere Passagen die einfach in der Ferne verschwanden, so als ob sie kein Ende haben. Am frühen Nachmittag erreichten wir unter großen Schmerzen dieses schöne Städtchen. Auch hier war wieder eine Prozession im Gange, wie in León. Nur mit großer Mühe fanden wir, total gefrustet, ein Unterkunft. Wir buchten gleich für zwei Tage da wir unsere Füße erst verarzten mußten. Tod fielen wir ins Bett. Aber laßt mich ein bisschen von Hospital de Orbigo erzählen. Bei der Herberge handelt es sich um ein sehr altes Gebäude. Etwa 10 Meter in der Breite aber viel Platz nach hinten. Durch einen runden Türbogen gelangt man ins Innere, das sich gleich wieder ins Äußere wandelt. Nach dem offenen Innenhof geht es links und nach hinten zu den Unterkünften. Bei unserer handelte es sich um ein 10 Personen Zimmer. Die 5 Stockbetten waren bestmöglichst angereiht. Das Leben spielte sich aber im Innenhof ab. Dort gab es eine Kochecke, chill Sofas und 3 Duschen (2 mit Klo). Der abgedeckte Brunnen in der Mitte schien außer Funktion. An einer der Wände war ein sehr großes Bild einer Berglandschaft. Im Hintergrund spielte klassische bis kirchliche Musik. Der Patron sorgte für Kaffe am Abend und Frühstück am Morgen. Alles war kostenlos, fast. Eine kleine Truhe forderte zur freiwilligen Zahlung einer kleinen Spende auf. Sowohl fürs Essen als auch für die Übernachtung. Genauso herzlich wie man begrüßt wurde, verabschiedete sich der Patron von jedem einzelnen mit den Worten "Buenos Camino". Das brauchten wir aber auch, unsere Füße waren schon so mitgenommen daß es nur im Schneckentempo weiter ging. Die berühmte Brücke über den Orbigo hinterläßt beim Betrachter noch eine gewisse Wehmut und den einen oder anderen Gedanken wie es sich wohl in der Vergangenheit hier zugetragen haben muß. Den großen Platz gleich neben der Brücke gibt es heute noch. Dort fanden die ritterlichen Zweikämpfe statt. Mind. 166 gebrochene Lanzen soll es hier gegeben haben.