RJK

Home / Bilder Galerie - Geschichten / Gedanken - Berichte - Über mich - Links - Gästebuch - Email

 

Zurück zur
Startseite


 

Schneerolle Rückwärts.

Vier Uhr dreißig sollte der Wecker Alarm schlagen, um fünf Uhr war die Nacht aber erst vorbei. Da Chris uns abholen wollte, uns heißt Roman I und Roman II, hatten wir es also nicht so eilig. Kurz nach sechs Uhr waren Chris und Julia da und es konnte los gehen. Leider sollte die Reise nicht so gut verlaufen. Schon auf der A 99 steckten wir im Stau fest. Sechzehn Kilometer sollten zwischen uns und dem freien Teil der Autobahn liegen. Wäre da mal nicht meine Blase mit ins Spiel gekommen...




Nach einigen Stunden bei Kilometerstein 364,25 (vor Euro 728,5) hatten wir uns dazu durchgerungen in Rosenheim den Burger aufzusuchen. Bei der Gelegenheit kauften wir gleich noch Badeutensilien. Mein Magen wollte das Fastfood nicht so ganz annehmen und ich verewigte mich noch gleich auf der Toilette des Burger King. Einen Stau weiter waren wir uns nicht mehr sicher heute überhaupt  noch einmal Ski zu fahren. Im Zillertal angekommen checkten wir erst einmal in unserem Appartement ein.



Dann hieß es ab auf die Piste.


Nach einem schönen Tag, den ich persönlich Wort wörtlich gut abrollen ließ, erreichten wir eine dieser Apres Skihütten. Der Jagatee wärmte uns schnell wieder auf und wir machten uns auf in die Sauna. Mr. Sleeping übte für seine neue Filmrolle als Leiche. Nach dem Abendessen feierten wir noch in unserer Stube bis es dunkel wurde (bei uns).

Schneerolle Vorwärts.

Nach dem aufstehen gingen wir ins Schwimmbad und drehten erst paar runden zum aufwachen. So gegen 9 Uhr weckten wir Julia und Chris.


Über Nacht gab es einiges an Neuschnee und wir freuten uns schon auf den Berg.


Plötzlich klopfte es und die Putze stand im Zimmer. Sie versuchte uns klar zu machen daß die nächsten Gäste schon da sind und wir doch mal schnell das Appartement räumen sollen. Wir frühstückten erst mal in Ruhe in der Küche und machten uns fertig.



Es schneite immer noch und wir machten bestürzte Erfahrung mit dem Tiefschnee. Es war ein super Gefühl.

Am Mittag zog ein kleiner Sturm auf und es schneite nur noch wagerecht. Es war sehr unangenehm als wir ganz oben am Gipfel ankamen und abgesehen von den schmerzen im Gesicht nicht einmal 50 Meter schauen konnten. Da meine zweite Brille eingefroren war und meine Hauptbrille auf Julias Nase saß, machte ich mich im Blindflug an die Abfahrt. Es war wie Fallschirmspringen mit verbundenen Augen. Einfach lustig! Ab und an befreite ich meine Wimpern und Augenbrauen von  den Stalagmiten und korrigierte meinen Kurs. Einfach Lustig war es nach dem Anhalten einfach umzufallen nur weil man bei null Sicht nicht weis wo oben und unten ist! Ab und zu wußten wir nicht ob wir nun stehen oder fahren. Unglaublicher Weise schafften wir es doch noch bis zur Hütte, wie all  die anderen.

Nach dem Essen hatte sich das Wetter etwas beruhigt und wir wagten uns vor die Tür. Unser Mut wurde mit dem besten Schnee ever belohnt. Wir hatten so viel Spaß! Jeder folgte seinen Vorlieben. Roman II ließ seinem Frust freien Lauf und demolierte doch gleich seine Skiausrüstung. Die Stöcke waren ihm zu lang, halbiert gefielen sie ihm aber auch nicht. Julia versuchte wiederum ihre Stöcke heil zu lassen. Chris probierte krampfhaft sich irgend etwas zu brechen. Nur eine verstauchte Hand sollte er von dieser Reise Heim bringen. Da es an meiner Sprungtechnik nichts mehr auszusetzen gab, keine fliegt so unkontrolliert cool über diese Schneehaufen (und Ösis), arbeitete ich noch etwas am Aufschlag. Sowohl Schnee fressen als auch den Berg auf dem Rücken herunter rutschen beherrsche ich nun hervorragend.

Die Heimfahrt war unspektakulär und relativ dunkel. Leider gibt es nicht so viele Bilder von dieser Reise da meine Digicam den Elko Geist aufgegeben hatte und wir die geliehene Cam in einem Stück wieder Heim bringen wollten.

Mein neuer Kampfspruch lautet nun: "Tiefschnee".

Trockenrolle Seitwärts.

Im Cubano wollten wir das schöne Wochenende noch mit ein paar Cocktails ausklingen lassen. Den zweiten Cuba Libre schüttete Chris gleich mal unter den Tisch und nicht hinter die Binde. Danach bekam er nur noch Cocktails ohne Strohalm, da fiel ihm das umwerfen schon wesentlich schwerer. Ein paar Runden später wurde unser Tisch ein zweites Mal überschwemmt. Das Zeug, daß wir zu vernichten versuchten, war so stark daß es selbst die Gläser auflöste! Beim Versuch etwas zu trinken fiel mir doch der Glasboden ab und verteilte das Crushed Ice gleichmäßig auf meiner Hose. Von dieser kalten Erfahrung ließen wir uns aber nicht abschrecken und feierten noch munter weiter. Wir feierten bis der Arzt kam, nur haben wir nichts mehr davon mitbekommen. Es muß ihm aber gefallen haben! ;)