Ein frozen Coconut Daiquiri und ein Kuba Libre sollten uns noch einmal aufwärmen.
Es waren ja ganze 18 Grad minus, hier im eiskalten Deutschland. Am liebsten hätten wir die Drinks, wie im Sommer, vor der Tür genossen. Aber nicht mal diese Alkoholkonzentration hätte der Kälte Stand halten können!
Zwei Uhr dreissig, wir müssen los. Tschüss geliebtes Cubano. We walk like a frozen Egyptian to the frozen car. Da wir nur wenig frozen Benzin hatten mussten wir zur fucken frozen Tanke fahren. Das Wischwasser hatte sich auch schon längst in Wischwürfel gewandelt und wir versuchten mit Hilfe von Aralbürsten die Scheibe zu reinigen. Leider konnten wir das Wasser nicht so schnell wegwischen wie es auf der Windschutzscheibe gefroren ist.
Da half selbst der wärmende Anblick der hübschen und überaus blonden Dame im Auto neben uns nicht! Mit letzter Wärme schafften wir es sowohl die Scheibe zu reinigen als auch das Auto aufzutanken. Der Weg führte uns gerade Wegs zum grossen M. Als wir das Ortsschild Münchner Flughafen passiert hatten waren wir aber sehr guter Dinge und machten doch gleich eine unfreiwillige Rundfahrt über den Flughafen. Der langzeit Besucherparkplatz hatte es aber ganz schön in sich. Um vier Uhr morgens fährt da nämlich kein Shuttle mehr! So mussten wir die 1200 Meter mit so einem fucken frozen Gepäckwagen zurücklegen.
Was die vorbeifahrenden Leute von uns gedacht haben möchte ich gar nicht wissen! Nach dem uns auch der letzte Husky gestorben war erreichten wir die warme Zuflucht. Wie bei Indianer Johns, erwartete uns auch hier eine neue Herausforderung! Wir mussten in den Zentralbereich, Ebene 3, Stand 13??. So ein misst, welche Nummer war es doch gleich. Im Flugzeug angelangt mussten wir feststellen dass nicht nur uns kalt war. Das Flugzeug weigerte sich strikt zu starten. Erst mussten wir das arme kleine Ding duschen und enteisen.
Der Flug stellte sich auch als sehr unpassend dar! Viel zu kurz um zu schlaffen und viel zu lang um Wach zu bleiben. Doch als uns die ersten Sonnenstrahlen wach küssten wussten wir dass wir alleine waren. Falsch, meine dass wir bald ankommen. Zum essen gab es gehacktes Etwas.
Das Flugzeug muss im vorigen Leben wohl ein Kaninchen gewesen sein. Bei der Landung hoppelten wir über die gesamte Landefläche bis allen schlecht war. Die Briefmarken für das Visum hatten wir auch ganz schnell bekommen, allerdings arbeiten die hier nach dem Deutschen Postsystem. Diese Briefmarken muss man noch abstempeln lassen. Nach fast einer Stunde hatten wir unsere Pässe entwertet und versuchten nun krampfhaft unser Gepäck zu finden. Der Chris war der Held der Stunde und warf sich in Gemenge. Es dauerte auch nicht lange bis er erfolgreich zurückkehrte.
Wir wurden von etwa 5 Reisebegleitern umsorgt. Alle 10 Meter stand einer der uns den Weg zeigte und uns darauf hinwies dass wir das Gepäck nicht aus der Hand geben sollen. Nach längerer Höllenfahrt auf einem Stück Asphalt zwischen viel Sand trafen wir im Hotel ein.
Alles grünt und blüht, die Sonne scheint und wir sind ziemlich Müde. Nach dem wir unseren Krempel im Zimmer verstaut hatten,
den ersten Kuba Libre getrunken hatten, unsere Balkon Aussicht bewundert hatten,
machten wir uns auf eine kleine Erkundungstour.
Eine sehr schöne Anlage. Hier gibt es alles was das Herz begehrt. Sogar ein Gym Raum.
Ab jetzt erzählt Chris weiter.
Kaum hatten wir den Laden einigermassen erkundet und uns zu der ersten Shisha zurückgezogen
Das ist der ultimative Magnum Look! (Zoolander lässt grüssen)
waren sie wieder da unsere zwei Probleme. das Erste die nächste akzeptable Internetverbindung ist ca. 4000 km weit weg und das Zweite ein armer kleiner Ägypter braucht Hilfe an seinem Computer. Es war mal wieder typisch er eierte im DOS rum und versuchte seinen komischen Voucher Drucker zum laufen zu kriegen. Roman und ich schauten uns an, na ja, Roman war nicht mehr so fit, er hatte ja gerade seine ersten Shisha Erfahrungen gesammelt und ausserdem hatten wir beide ja auch seit einiger Zeit nicht mehr geschlafen. Was soll’s, gut Shit Happens. Der kleine Ä Mann war sich nicht sicher ob wir ihm helfen sollten und er meinte er kann das nicht entscheiden sondern müsse den IT Manager holen. Weg war er. Kaum war er um die Ecke verschwunden sahen wir uns an und mussten erst mal lachen. Was ging den bitte mit dem Typen ab? wir nahmen noch ein paar Züge und tranken Tee als auf einmal ein Typ vor uns stand. „Mein Name ist Hassan, ich bin der IT Manager hier im Hotel“ sagte er, es folgte etwas Smalltalk. Wir erzählten ihm das wir seit ungefähr drei Stunden in Ägypten sind und seinen Kollegen nur bei dem Drucker helfen wollten. Er fragte was wir den so mit Computern am Hut haben. Wir erzählten ihm dass wir hauptsächlich mit Netzwerken arbeiten und er erzählte uns von seinem Exchange Problem. Dann kam er um die Mauer herum und setzte sich zu uns. Roman und ich schauten uns ein wenig verdutzt an. Ein Exchange Problem? Vor zehn Minuten waren wir doch noch bei einem Drucker im DOS. Wir unterhielten uns ganz gut mit Hassan und er war auch sehr nett. Er spendierte uns eine deluxe Hotelführung, den Tee und die Shisha mussten wir auch nicht bezahlen. Nach der Führung haben wir uns um 20:00 Uhr mit ihm zum essen verabredet und haben uns erstmal zu unserem geliebten Havanna Club auf unser Zimmer verdrückt. Natürlich haben wir verpennt aber nach der Stunde schlaf kann man das schon mal. Hassan hat uns angerufen und mich geweckt. Dann musste ich erst mal Roman aufwecken und noch schnell duschen. 20 Minuten später wurden wir von Hassan schon erwartet und die Show konnte beginnen. Wir beide wurden eingeweiht in die ägyptische Gastfreundschaft und mit Essen, bis zum abwinken, befüllt. Danach gab es noch ne kleine Führung durch das Nightlife des Hotels, von dem wir aber an diesem Abend nicht mehr viel mitkriegen sollten. Im Lord's Pub haben wir bei Livemusik,einer Tasse Kaffee (dem Härtesten des Planeten) und nem Fruit punch Cocktail dann den Fehler gemacht das Thema Computer noch mal anzusprechen und er sagte nur „is up to you“. Dann liefen wir auch schon los zur Geschäftsleitung wo wir mittlerweile fast alle kannten. Tja und wie das so ist war es auch kein Exchange sondern eher ein Novell Problem und ein kleines Internet sharing Problem. Wir haben jetzt 6:15 Uhr und im Grossraum Safaga gibt es keine Computerprobleme mehr, sogar das mit dem Strom im Hotelzimmer ist gefixt, es entstand als Roman versuchte sein Laptop Ladekabel in die Steckdose zu „treten“.
Und wir haben einen neuen Freund namens Hassan
der uns jetzt nicht mehr von der Seite weicht und uns sogar sein Kairo zeigen will. So nun ist aber gut, wir müssen jetzt mal schnell duschen denn um 9:30 ist Empfang und vorher müssen wir noch Joggen und in die Sauna. Ist nämlich arschkalt hier mit 23 Grad.
Bis morgen Roman und Doe